Unter diesem Motto folgten rund 200 Menschen dem gemeinsamen Aufruf der BIGs Weiden und Junkersdorf und demonstrierten am Samstag, 25. April gegen den Bau hunderter Wohnungen auf dem Gelände von Garten Müller im Landschaftsschutzgebiet. Unterstützung vor Ort leisteten unter anderem unser Landtagsabgeordneter Frank Jablonski (Grüne), die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Bettina Spillmann (CDU), Michael Olligschläger (CDU-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung) sowie Paul Welter, Bezirksvertreter (Die Linke). Ratsmitglied Teresa De Bellis-Olinger (CDU) und Bezirksbürgermeister Roland Schüler (Grüne) ließen sich aufgrund von Terminkonflikten entschuldigen, sagten aber ihre volle Unterstützung zu. Auch der SPD-Ortsverein sicherte uns im Vorfeld Unterstützung für unser Anliegen zu. Weitere Aktionen, unter anderem eine Online-Petition, sollen folgen!



Schreiben Sie an den für Junkersdorf gewählten Vertreter im Rat
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Viviane Fröhling von der BIG Weiden e.V. hat eine sehr umfangreiche und informative Abhandlung über die Geschichte und rechtliche Situation des Grünzug West verfasst

Abb.: Auszug aus der Beschlussvorlage für die Aufstellung eines Bebauungsplans „Grünzug West in Köln-Weiden/Junkersdorf 1991

Der vollständige Aufsatz kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.

 

In einer neuen, von der Verwaltung der Stadt Köln aufgestellten "Liste der zu priorisierenden Wohnbauflächen" wird das Gelände Garten Müller als Potenzialfläche für 180 Wohneinheiten aufgeführt. Dies betrifft das gesamte Grundstück, einschließlich der im Landschaftsplan als Landschaftsschutzgebiet mit geschützten Landschaftsbestandteilen ausgewiesenen Bereiche.

Zum Hintergrund: Der Rat der Stadt Köln hatte die Verwaltung am 12.12.2024 mit dem Antrag „Wohnraum für Köln“ (Antrag 1698/2024) damit beauftragt, dem Rat eine Liste der zu priorisierenden Wohnbauflächen vorzulegen. Das Ergebnis der Überlegungen fließt in das "Wohnungsbauprogramm der Stadt Köln" ein und wurde dem Stadtentwicklungsausschuss zuerst am 26.06.2025, dem Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit am 11.12.2025 und zuletzt dem Ausschuss für Bauen und Wohnen am 27.01.2026 zur Kenntnis vorgelegt. Siehe hierzu die über diesen Link im Ratsinformationssystem verfügbaren Unterlagen: Anlage 2 "WBP Flächenübersicht" - dort die Fläche WM-307-005 sowie Anlage 3 "WBP Flächenübersicht mit Titel" (dort die Fläche WM-307-005 "Nördlich Kronstädter Straße").

Es ist zu befürchten, dass dies der erste Schritt zu einer schleichenden Preisgabe der Fläche für eine Wohnbebauung ist. Leider stehen die politischen Zeichen auf "Bauen um jeden Preis".

Wie in den letzten Tagen der Presse zu entnehmen war, plant ein Investor den Neubau von hunderten Wohnungen auf dem Gelände des Gartenbetriebs Müller in Weiden. Die Bezirksvertretung Lindenthal möchte das Areal des Gartenbetriebs in die Landschaftspark-Planung aufnehmen.

Details zu den Plänen von Investor und Bezirksvertretern können im Online-Angebot des Kölner Stadt-Anzeigers unter https://www.ksta.de/koeln/lindenthal/weiden/bauvorhaben-streit-ueber-den-neubau-von-wohnungen-in-weiden-1041405 

Die Pläne des Investeros sind nicht neu, bereits im August 2018 berichtete der Kölner Stadt-Anzeiger darüber, siehe unter https://www.ksta.de/koeln/lindenthal/500-wohnungen-im-schutzgebiet-grosse-irritation-um-bauprojekt-in-koeln-lindenthal-154559 nachgelesen werden.

... so titelt der Kölner Stadt-Anzeiger in seiner Ausgeb vom 04. Mai 2022 und berichtet dabei über die RWE-Verwaltungszentrale, die vom Rheinischen Verein für Denkmalpflege zum  „Denkmal des Monats“ erhoben worden ist. Die Zukunft des Gebäudes ist nach dem geplanten Auszug von RWE im Jahr 2024 ungewiss, das Gebäude ist an ein Konsortium zweier Immobilienfirmen in Hamburg und Berlin verkauft, das dort Seniorenwohnungen plant. Unsere Meinung hierzu ist, dass man hat keine Kontrolle mehr darüber, was dort geplant wird, wenn das Gebäude einem pri-vaten Investor überlassen wird. Dann werden weitere Gebäude errichtet, weil sich das Vorhaben sonst nicht rentiert.

Auch der Stadtrat scheint mit den Planungne nicht einverstanden zu sein, hat er doch die Verwaltung beauftragt, zu prüfen, ob sich das Gebäude für eine neue Gesamtschule eignet.

Der vollständige Artikel ist unter https://www.ksta.de/koeln/lindenthal/koelner-rwe-zentrale-das--denkmal-des-monats--steht-trotz-ehrung-vor-ungewisser-zukunft-39668966 zu lesen, leider ist er hinter der Paywall des Verlags versteckt